Stimmung - Emotion - Prāṇāyāma


Was ist Stimmung, was ist Emotion? Und wie spielt Pranayama da mit?

 

Emotionen sind gefühlsmäßige Empfindungen in allen Qualitäten der Elemente, wie "Kabln kriegn", "haas laufn", aggressiv und wütend sein, traurig, lethargisch, freudvoll, neugierig, und einige mehr. Emotionen beziehen sich immer auf ein "Objekt oder eine Situation", sie sind einfach körperlich-psychische Reaktionsmuster auf ein Geschehnis. 

 

Die Stimmung jedoch ist völlig unabhängig von der äußeren Welt. Es gibt scheinbar keinen Grund, aber was ist sie?
Wenn wir ein Fenster hernehmen, vor dem wir sitzen und im Außen die Landschaft betrachten, dann ist die Stimmung eine ganz bestimmte Färbung der Glasscheibe, durch die wir schauen. Sie kann geburtsmäßig grundsätzlich rosarot sein, oder tief grau, sie kann wechseln, auf einmal, ohne Vorwarnung. Sie färbt, aber was?


Die Stimmung färbt die Illusion unserer Wahrnehmung, sehr geprägt unserer körperlichen, bekommenen oder vererbten Eigenschaften. So kann die herbstliche Landschaft auf den Einen grau in grau wirken und nichts als Frustration auslösen, der spazierende Partner hingegen empfindet aufgrund seiner Grundstimmung die Landschaft als wunderbar bunt und inspirierend. Es ist die Stimmung, die hinter den Emotions-Reaktionsmustern steht.

 

Was bedeutet dies?

 

Emotionen sind wie Jahreszeiten, sie kommen und gehen, sie sind ein simples Reaktionsmuster, jedoch die Stimmung ist ein Verfärbungsfilter, was bedeutet, dass Menschen, mit der rosaroten Fensterscheibe aus sogenannten negativen Emotionen an einem gewissen Punkt diese urplötzlich in ihre positive Polarität wandeln können. Auf gut Deutsch, diese Menschen können nicht anders, als selbst die Aggression in Hingabe, die Traurigkeit in Innenschau oder die Lethargie in Aktivität zu verwandeln. Ist jedoch die Stimmungsscheibe grau in grau, umschließt sie dieser Schleier und lässt sie abtauchen in eine Welt der illusorischen Ohnmächtigkeit.


Im Yoga ist der Brunnen der Stimmung das 3. Vayu, genannt Samana, Herberge von Manipura Chakra, dem wahrhaften Sensor, dem wahrhaften Kommunikator, jener Autorität, die uns empathisch jede Situation vollkommen erfassen lässt. Körperlich der Bereich zwischen Brustbein und Nabel, organisch Magen, Milz, Leber, Gallenblase und Milz.


Dies ist der Grund, weshalb wir in den Übergangszeiten zu den großen Jahreszeiten, chinesisch die Dojo-Zeiten, sehr speziell auf Samana einwirken und dies im höchsten Maße mit Pranayama.


Pranayama auf der Ebene, in der der Atem auf ein bestimmtes Vayu gelenkt wird, der Atemfluss sehr spezifisch definiert und ausgeführt wird, spezielle Magenpunkte auf Muskelebene aktiviert werden bzw. vor allem ein Muskel völlig deaktiviert wird in Kombinationen mit gewissen Konzentrationspunkten bewirkt eine mehr oder minder UNMITTELBARE Veränderung des Stimmungsfensters.


Braucht es dafür ewige Praxis? Nein. Auf dieser Ebene nicht. Es funktioniert. Gewisse Stellungen, gewisse Totalentspannungen in Kombinationen mit Muskelaktivität in Kombination mit Atemflussqualität, -Quantität und -Intensität bewirkt per sofort eine Veränderung der Gehirnaktivität und des Empfindens.

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