DIE TIEFE BEDEUTUNG VON PRANAYAMA


Nach über 10 Jahren "relativ intensiver" täglicher Praxis über mehrere Stunden täglich, erglüht mein Herz wenn ich den Worten erfahrener Pranayama-Yogis lausche und alle erzählen dieselben Wahrnehmungen mit unterschiedlichen Worten, jene Wahrnehmung, die ich als Wissen-Liebe-Glückseligkeit umschreiben würde. In etwa wie: "Als ich prāṇa begann wahrzunehmen, begann ich zu fallen in eine Tiefe, Leere, Weite, Unendlichkeit, ein Ort, der kein Ort ist, jedoch nichts als Glückseligkeit und Wissen".

 

An diesem Punkt stellt sich die Frage, was Pranayama eigentlich ist?

Was ist prāṇa?


De facto gibt es für prāṇa keine Worte, doch ich möchte eine sehr undetaillierte Umschreibung wagen.

 

Heute wissen wir, dass der menschliche Körper volumsmäßig zu 0,000000001 aus "fester" Materie besteht, deren Grundbausteine Atomkern und Elektronen sind. Das ist "nicht sonderlich viel. Zwischen Atomkern und Elektronen befindet sich Vakuum oder Leere. Diese Leere ist jedoch nicht Nichts, sondern reine Information-Energie-Potenzialität. Meine Wahrnehmung würde ich mit einer "unendlichen schöpferischen Tiefe der unendlichen Möglichkeiten" beschreiben. Schöpferisch deshalb, weil nicht nur die Möglichkeiten vorhanden sind, sondern auch jede erdenkliche und unerdenkliche Information.

 

Auf den Punkt gebracht bestehen wir also aus 99,999999999 % aus schöpferischer Möglichkeit!

 

Die nächste Frage, die man sich natürlich stellt ist, was eigentlich Atomkern-Elektronen, Atome-Atome, Moleküle-Moleküle dazu bewegen sich zu verbinden - DIESE KRAFT IST prāṇa!

 

Prāṇa ist somit jene Kraft, die Materie (aus einem Bewusstseinstrahl heraus) aus den unendlichen Möglichkeiten bestimmte Aspekte-Eigenschaften "herauspickt" und

  • der Materie eine Form schenkt
  • diese Form zusammenhält (z.B. Körper)
  • der Form Vitalität, also Lebendigkeit gibt.

Verlässt Prāṇa den Körper dann tritt der Tot ein und der Körper zerfällt in seine kleinsten Einzelteile bis hin zu Sternenstaub.

Bedeutung von pranayama


Wenn man Prāṇa ein einziges Mal bewusst wahrgenommen hat, sich der tieferen Struktur des menschlichten Körpers bewusst ist (siehe oben), dann versteht man, welche immense Kraft hinter Pranayama steht.

 

Zumeist wird Pranayama in der heutigen Zeit mit Atemtechniken gleichgesetzt, was durchaus seine Berechtigung hat, aber maximal einen Funken dessen beschreibt, was Pranayama ist. 

 

Wer Pranayama in der "inneren" oder "wahrhaftigen Form" praktiziert, der lenkt nicht mehr den Atem, welches das Werkzeug von "äußeren Pranayama" ist, sondern lenkt-kontrolliert Prāṇa (Prana-yama) bis hin zum völligen Eintauchen in Prāṇa (Prana-ayama).

 

Die eigentliche Bedeutung von Pranayama ist also "Prāṇa wahrhaftig kennenzulernen, lenken zu lernen und noch viel tiefer "in Prāṇa einzutauchen".

 

Fügen wir nun noch das "ungeteilte Bewusstsein" ein. Bewusstsein öffnet ganz spezielle Wahrnehmungsfenster, ob nun auf körperlich-sinnlicher Ebene, auf emotionaler Ebene, etc. Jenes, was wir bewusst-sinnlich wahrnehmen ist "nicht mehr" als der Ausschnitt dieses Wahrnehmungsfensters. Pranayama verändert diese Wahrnehmungsfenster in fast schon dramatischer Art und Weise, egal nun, ob wir von "tieferer innerer" Wahrnehmung reden, die Blickwinkeln sich ändern oder die Wahrnehmung sich weitet. Bewusstsein ist immer ungeteilt, die Wahrnehmungsfenster oft sehr eng. Das Bewusstsein schickt "einen Strahl / Idee" in die "unendliche schöpferische Tiefe der unendlichen Möglichkeiten" und Prāṇa bringt die Form "in die Welt der Phänomene". Letztendlich ist das größte Geschenk von Pranayama der "wahrhafte Pranayama" - kevala kumbhaka - das Eintauchen in die unendliche schöpferische Tiefe der unendlichen Möglichkeiten!

 

Wenn wir uns noch einmal ins Gedächtnis rufen, dass 99,999999999 % des Körpers aus der "unendlichen schöpferischen Tiefe der unendlichen Möglichkeiten / Leere / Vakuum" besteht, Prāṇa jene Kraft ist, die Materie-Formen formt, zusammenhält und Vitalität schenkt, dann ergibt dies einen schier unfassbaren Schluss:

 

Entsprechend der Wahrnehmungsfenster / -kanäle ist jeder von uns SchöpferIn des eigenen Universums und Körpers. Pranayama ist somit keine äußere Atemtechnik, vielmehr ein kreativer Feuerweg zur eigenen Schöpfung.

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