Gong Pūjā- Erfahrungsbericht


Erstmals erlebte ich eindrücklich die kraftvolle Wirkung einer 8stündigen Gong Pūjā, einem tiefgreifendem Klang-Ritual mit zahlreichen mächtigen Gongs und diverser archaischer Instrumente. Hervorragend "durch diese Nacht gespielt" haben uns Al Dona, Dariusz Domanowski und Manfred Grießl-Proß.

 

Ich möchte meinen Erfahrungsbericht weniger dem "technisch-organisatorischen" Ablauf dieser Nacht widmen, vielmehr jedoch "dem inneren Geschehnis".

Als klangbegeisterter Mensch war die Freude auf tiefe, warme Klänge der Gongs bereits im Vorfeld sehr groß, wobei mir bewusst war, dass jene Vorfreude bereits eine "verdeckende Idee oder Hülle" darstellen kann und so entschloss ich mich zu Beginn eine meditative Sitzhaltung einzunehmen und das Verstandssystem zu dekonzentrieren, um die Klänge in ihrer Natürlichkeit und Reinheit auf den Schwingungs-Körper wirken zu lassen.

Und dann kamen sie, die Klangwolken und -wellen der Gongs, überwältigend, warm, harmonisch und tief, in meiner Auffassung sehr feinfühlig und "handwerklich" ausgezeichnet gespielt (okay, das war jetzt ziemlich rational :-). Es ist einfach grandios wahrzunehmen, wie diese GongKlangwellen regelrecht durch den Körper hindurchgleiten und geradezu jede Körperzelle in Schwingung setzen.

Nun wurde auf dem Flyer von "Reinigung und Regeneration" gesprochen, was manch einer lächelnd abtut. Was ich beobachten konnte war, dass in der "stillen Beobachtung" meines Körper-Geistes, also wie diese auf die Klangwellen reagierten, abgespeicherte und vergessene Bilder und Ereignisse hochgespült wurden, mit weniger feiner Klinge ausgedrückt "net so leiwande G'schichtn san hochkommen". Ein fantastisches Erlebnis, denn diese Erfahrungs-Erinnerungen sind potentiell vorhanden gewesen und mussten daher irgendwann zum Ausdruck gebracht werden, was im "Space" des Gong Pūjā "einfach so" geschah.

Die Reinigung geschah dahingehend, dass sich diese potentiell vorhandenen Erfahrungen noch einmal ausdrücken konnten, die Heilung jedoch geschah darin, sie aus "der Stille" zu beobachten und nicht in Konzentration, Identifikation und Erschaffen eines neuen Dramas abzugleiten. Selbst in Shavasana (Totenstellung) bzw. im Schlaf war diese Wahrnehmung all gegenwärtig.

 

Mein persönliches Resümee ist, dass dieses Gong Pūjā einen wirklich kraftvollen Schwingungsraum eröffnet hat, sozusagen als Träger fungiert hat, jenseits der Idee von schönen, harmonischen, disharmonischen oder überlagernden Klängen und gepaart mit der Stille-Praxis äußerst "heilvoll" wirken kann.


Herzlichen Dank an Al Dona, Dariusz Domanowski und Manfred Grießl-Proß für das "großartige Spielen" und natürlich Margitta Graf vom Grazer Yogastudio Samsara für die Organisation und die wunderschönen, herzlich-warmen Räumlichkeiten!

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